Überblick und Inhaltsverzeichnis: „Ein queerfeministischer Ansatz zur Reflexion männlicher Privilegien“

From Gay Oppression to Women’s Equality

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  • Dynamisches Inhaltsverzeichnis mit Beschreibungen und Stichwörtern des Inhalts

1. Teil: Soziale Konstruktion statt biologischer Bestimmung. Historische Betrachtungen des Mannes als Norm 
Einleitung
1. Naturalisierung der Kategorien “Männer” und “Frauen“ als Grundlage männlicher Privilegien
Körper werden in jeder Kultur, in jeder Gesellschaft politisch und kulturell mit Bedeutungen aufgeladen und sind daher niemals unabhängig von Geschichte, Kultur, Epoche und Gesellschaft zu denken. Es gibt nicht zwei, sondern unzählige Geschlechter.
1.1 Sozial – historisch: Der weiße, bürgerliche Mann als Norm
Die Einteilung in Männer* und Frauen* gab es zwar auch schon vor dem 18. Jh., allerdings wurde eine angebliche Wesensverschiedenheit von Männern* und Frauen* erst mit dem aufstrebenden Bürgertum betont und institutionalisiert.

2. Teil: „Mann und Frau“ und wie sie konstruiert werden
1.2 Doing Gender, Körper, Sozialisation und Heteronormativität
Bedeutung der “Interaktion” für die soziale Konstruktion von Geschlecht. Geschlechterbezogene Erziehung, „Heteronormativität“ ist damit eng verknüpft. Nicht nur Mann* und Frau*, auch „Heterosexualität“ ist Produkt gesellschaftlicher Diskurse und von Geschichte.
1.3 Geschlechterstereotypen
Männliche und weibliche Symbole: Das, was wir erwarten, fällt uns stärker auf. Geschlechtsspezifische Rollenerwartung.
1.4 Trans- und Intersexualität: “Agnesstudien” von Garfinkel
Menschen, die ihr Geschlecht wechseln, müssen „die selbstverständlichen Methoden der Herstellung des Geschlechtes explizit lernen“ (Knoblauch 2003: 122), während dies für andere Individuen aufgrund ihrer Sozialisation als selbstverständlich erscheint.

3. Teil: Männlichkeit(en)
2. Privilegien, hegemoniale Männlichkeit und Konstruktion von Männlichkeiten
2.1 Intersektionalität, männliche und weiße Privilegien

„Privilegien sind Vorteile, die die Gesellschaft bestimmten Gruppen zuerkennt, und von denen Leute allein aufgrund ihres sozialen Status profitieren. Da sich sozialer Status aus der Positionierung in mehreren Strukturen ergibt („Rasse“, Klasse, Geschlecht, sexuelle Identität, Alter; Anm. LY) sind alle Menschen sowohl privilegiert als auch nicht, profitieren an einer Stelle von einem Privileg während sie an anderer Stelle benachteiligt sein können. Und wie sich Privileg auswirkt, hängt wiederum von der individuellen Position in der sozialen Hierarchie ab.“ (siehe Blog von @sanczny)

2.2 Hegemoniale Männlichkeit und patriarchale Dividende
Männliche und heterosexuelle Privilegien sind das Ergebnis einer Geschlechterhierarchie. Gleichzeitig haben auch manche Frauen* Anteile an der patriarchalen Dividende, allerdings meist nicht außerhalb der Geschlechterhierarchie.
2.3 Konstituierung von Männlichkeiten über den Wettbewerb und Männerbünde
Männerbünde bestehen heute in vielfältigen informellen oder latenten Formen. Es geht nicht nur um deklarierte Männerbünde, sondern um Institutionen, die faktisch wie Männerbünde wirken.

4. Teil: Zwischenfazit und Reflexion männlicher Privilegien
2.4 Zwischenfazit: Der Körper als Vermittler zwischen Struktur und Praxis
„Scharnierfunktion“ des Körpers als Vermittler „zwischen Individuum und Gesellschaft bzw. zw. Handlung und Struktur; Menschen sind von der gesellschaftlichen Struktur beeinflusst, allerdings dieser nicht bedingungslos ausgeliefert und können klarerweise im Alltag sehr wohl ihr Handeln beeinflussen: Ob sie sexistisch agieren oder nicht, ob sie ihr Handeln reflektieren, oder nicht; ob sie andere Menschen bezüglich der Wahl deren Sexualität & Geschlecht die Freiheit lassen, es selbst zu wählen usw.
3. [Hauptteil]: Männliche Privilegien / Vorteile von Männlichkeiten / sexistische Stereotypen / Marginalisierung von Frauen* / Diskriminierungen von Frauen – eine Reflexion
Reflexion findet nicht punktuell statt, sondern ist ein zyklischer Prozess, der nie aufhören sollte. Reflexion ist eine grundlegende Strategie (nicht nur) männlicher Privilegien / Sexismen in der Gesellschaft aufzudecken, sondern auch andere Diskriminierungsformen sowie Macht- und Herrschaftsprozesse.
3.1 Gesellschaftliche Geringschätzung von Haus- und Versorgungsarbeit im Gegensatz zu Lohnarbeit
Gesellschaftliche (Re)Produktion: Lohnarbeit und Sorgearbeit und deren Wertschätzung.

5. Teil: Beispiele für männliche Privilegien
3.2 Thematisierung von „ungleiche Bezahlung“ und „sexualisierte Gewalt“

6. Teil: Weitere Beispiele aus dem Alltag 
3.3 bzgl. Vorteile von Männlichkeiten / sexistische Stereotypen / Marginalisierungen und Diskriminierungen / männliche Privilegien /  von Frauen* aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen
Männerdominierte Strukturen: Straße, Disko, Lokal, Schule, in Gesprächen (Dominanz), in intimen Beziehungen, Familie, Politik, Wissenschaft, Unternehmen usw… in fast allen Lebensbereichen. Die Folge davon ist der Ausschluss von Frauen* und anderen Menschen, welche nicht in die weiße, männliche Norm hinein passen wie homosexuelle Menschen, Queers, Transpersonen etc.
3.3.1 Männliche Dominanz / das Männliche als Norm (vgl. 1.1 / 1. Teil und 1.3 / 2. Teil)
Wenn man von etwas nicht betroffen ist, ist es leicht, darüber zu urteilen. Und der Glaube daran, diese Diskriminierung gäbe es nicht, weil sie nicht auf einen selbst zutrifft.
3.3.2 Reduzierung von Frauen auf Schönsein und Sexualität / Geschlechterstereotypen / Werbung
„Den weiblichen Körper kaufen“ – Frauen* als (Sex)Objekt.

3.3.3 Marginalisierung / Ausschluss von Frauen
Männerdominierte Räume; Warum waren die größten Entdecker, Erfinder, Herrscher fast ausschließlich Männer
?

7. Teil: Noch mehr Beispiele, verschiedenes und weiterführende Links
3.3.4 Unterschiedliche Reaktionen auf dieselbe Tätigkeit von Männern* und Frauen*
3.3.5 Familie / Ehe / Karriere / Kinder
3.3.6 Verschiedenes
3.3.7 Weiterführende Links / Leseempfehlungen

8. Teil: Wie sollen Männer mit männlichen Privilegien umgehen? Und: „Privilegien“ von Frauenen
3.3.8 Was können Männer
tun Wie sollen sie mit männlichen Privilegien umgehen?
3.4 „Privilegien“ von Frauen: Pension und Wehrpflicht

9. Teil: Benachteiligung von Männer* durch Geschlechterstereotypen und Rollenerwartungen
3.5 Auswirkungen von Geschlechterstereotypen / gesellschaftlichen Rollenerwartungen auf Männer
Auch Männer
sind von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen betroffen. Allerdings werden Männer* nicht für ihre Männlichkeit diskriminiert, sondern für zu wenig Männlichkeit. Benachteiligungen gegen Männer* sind meist eine Abwertung / lustig machen / Verspottung von als weiblich angesehenen Eigenschaften.
3.6 Männer* und Gewalterfahrungen

4. Abschließende Bemerkungen
Männerdominierte Strukturen werden meist nicht bemerkt, weil sie als normal gelten. Daneben geht es bei männlichen Privilegien nicht ausschließlich um „offensichtlichen, gesetzlich festgeschriebenen Sexismus“, sondern um Dominanzverhalten, Raum einnehmen, Marginalisierung / Ausschluss von Frauen* und anderen Gruppen, die nicht innerhalb einer weißen, männlichen Norm repräsentiert sind.

Sexismus und männliche Privilegien haben zu tun mit struktureller Gewalt / Benachteiligung / Diskriminierung (vgl. 1.1 / 1. Teil; 2.2 / 3. Teil; 3.2 / 5. Teil), wobei Sexismus auf Stereotypen / geschlechtlichen Rollenklischees basiert (vgl. 1.2 / 2. Teil) und häufig mit anderen Diskriminierungsformen auftritt (vgl. Intersektionalität, Kapitel 2). Wie Sexismus und männliche Privilegien beurteilt werden hängt meist mit Deutungshoheit und einer gesellschaftlichen Definitionsmacht (wer hat diese inne?) zusammen.

Trotz gesetzlicher Gleichstellung zw. Männern* und Frauen* sind nach Jahrhunderte langer gesetzlicher Schlechterstellungen, gezielter  Tötungen (Hexenverbrennungen) und Ausschließungen von Frauen* aus dem gesellschaftlichen Leben Begünstigungen von Männern* nicht einfach so abgebaut. Sie existieren weiter, zwar nicht gesetzlich festgeschrieben, sondern strukturell.

Literaturverzeichnis und Quellennachweis schriftlicher Quellen finden sich hier

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