Kurze Ethnologie über die Absurdität des Christbaums

Zur Abwechslung schreibe ich hier mal einen sehr kurzen Artikel über ein nicht so anstrengendes Thema, dennoch geht es um eine der unzähligen Absurditäten dieser bürgerlichen Gesellschaft.

So hat auch Weihnachten viele absurde Facetten, der Christbaum ist nur eine davon. Möglicherweise ist der Christbaum und das ganze Drumherum für viele * nicht mehr * so absurd, weil sie es gewohnt sind und schon als kleines Kind kannten. In dieser kurzen Niederschrift meiner Gedanken möchte ich versuchen, dieses Brauchtum „von außen“ zu betrachten. (Völlig von außen zu betrachten ist natürlich unmöglich, daher bleibt es bei einem Versuch).

Jpeg

Es ist so grotesk: Es beginnt mit der Züchtung von Millionen von Tannenbäumen, damit diese dann kurze Zeit im Wohnzimmer stehen. Ein paar Wochen mutiert mancher Gehsteig zum kleinen Wald (das ist noch der beste Aspekt an dieser Geschichte). Ein Baum wird ausgesucht und nachhause gebracht. (Ein fertiger Tannenbaum muss, bevor er verkauft werden kann 10 bis 14 Jahre lang wachsen) Erst dort wird der Baum dann zum Christbaum: geschmückt, ein paar Kerzen, Kugeln, Lametta, Süßigkeiten drauf. Bei der „Bescherung“ wird der Baum besungen, die Kerzen angezündet. (Manchmal auch der Baum). Nach spätestens zwei Wochen, oder vielleicht auch kürzer kommt der Christbaum von der Wohnung auf den Müll, während im hinterdumpfinger Wald weiterhin Tannenbäume für die nächsten Jahre wachsen.

Würds ja mal witzig finden, Menschen, die Weihnachten nicht kennen zu erzählen: „Es gibt mehrere hundert Millionen Menschen, die stellen sich einen Baum, der bis zu 14 Jahre wachsen muss für 1-2 Wochen in die Wohnung. Hat alles mit dem Jesusfest zu tun, es gibt sogar Leute die machen das und bezeichnen sich selbst als atheistisch.“

Ich finde Weihnachten und alles, was dazu gehört eher schrecklich. Ab Ende Oktober gibts Weihnachtszeugs zu kaufen und Straßen werden „weihnachtsbeleuchtet“. (Natürlich nicht, weils schön ausschaut, sondern ausschließlich deswegen, weil sich dadurch Menschen beim Shoppen angeblich wohler fühlen und mehr einkaufen). Dazu gesellt sich der heuchlerische Weihnachts“friede“, das Ösiland ist Spendenweltmeister_in, weil sie sich so zum Jahresende ihr Gewissen wieder rein kaufen. Gleichzeitig rückt Europa weiter nach rechts, Rassismus verbreitet sich drastisch. Und zu schlechter letzt: An jedem Samstag im Dezember werden wir darüber informiert, ob der Handel zufrieden war, dass es neue positiv / negativ Rekorde beim Konsumrauschfest gegeben hat.

Kein Gott, kein Staat, no border no nations, stop deportation!

Für mehr soziale Wärme! Gegen den heuchlerischen Weihnachtsfrieden!

Unbenannt

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